Wer hätte das gedacht? Vor allem die »Digital Natives«, also unter 40-Jährige, die kein Leben ohne private Computer kennen, verzichten zunehmend aufs Internet. Dabei trifft es ausschließlich die digitalen Zeitfresser wie Social Media und Messengerdienste, keine nützlichen Programme wie das Online-Banking. Die Menschen geben an, mehr Zeit für Freunde, Familie und Hobbys haben und sich vom Alltag weniger ablenken lassen zu wollen. Auch Gesundheit und Konzentration möchten sie durch ihre Abstinenz stärken.


Lieber ohne Handy auf der Parkbank sitzen?

Fünf Stunden weniger Online-Zeit pro Woche

Seit vielen Jahren wächst die Online-Zeit in Deutschland zuverlässig an, jetzt bekommt die Kurve zum ersten Mal einen Knick: Das zeigt die »Postbank Digitalstudie 2026«. Aktuell verbringen Deutsche noch immer im Durchschnitt 67,5 Stunden pro Woche im Internet – letztes Jahr waren es noch 5 Stunden mehr. Noch immer ist für viele mit 86 Prozent das Smartphone das meistgenutzte Endgerät. 23,9 Stunden pro Woche verbrachte der Durchschnitts-User zuletzt an diesem Gerät, vorher waren es 25,7 Stunden. Die schon erwähnte Digital Natives sind und bleiben dabei die Gruppe mit den meisten Online-Aktivitäten, sie verbringen jede Woche über 80 Stunden im World Wide Web. Doch ihre reine Smartphone-Zeit reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um drei Stunden pro Woche auf 31.

Jüngere Nutzer möchten sehr viel stärker reduzieren

Rund 31 Prozent dieser jüngeren Nutzer planen eine weitere Einschränkung der Online-Zeit im Laufe des nächsten Jahres. Betrachten wir alle User insgesamt, dann steht diese Marke »nur« bei 17 Prozent. David Dommel als Leiter der Abteilung Digitales Performance Marketing der Postbank sagt dazu: »Mobil ins Internet zu gehen, gehört fest zum Tagesablauf der Deutschen. Doch vor allem junge Menschen wollen auch mal offline sein. Das gilt besonders fürs Handy, weil es überall verfügbar ist.« Neue Technologien bleiben aber en vogue: 56 Prozent der Befragten, die das Internet in Zukunft stärker nutzen möchten, geben die KI als wichtigsten Grund dafür an. Aktuell verwenden nach eigenen Angaben 38 Prozent der Deutschen KI-Modelle, um gezielt Informationen zu suchen.


Im Zuge der Postbank-Studie wurden 3050 Deutsche in den Monaten April und Mai 2026 befragt.

Quelle: spiegel.de

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