3D-Drucker kommen inzwischen in immer mehr Bereichen zum Einsatz. Auch beim Hausbau können sie durchaus hilfreich sein. Forscher der ETH Zürich haben nun den Plan angekündigt, ein Haus zu bauen, bei dem sowohl beim Entwurf als auch bei der Planung und dem Bau vorwiegend digitale Prozesse zum Einsatz kommen. Bei dem „DFAB House“ wird moderne Robotik, mit 3D-Druck kombiniert, um einen Ausblick auf das Haus der Zukunft zu geben.


Digital gebautes Haus soll zeigen, was möglich ist

Das Haus wird sich über drei Stockwerke und 200 Quadratmeter erstrecken und Teil des Digital Fabrication Projekts des National Centre of Competence in Research (NCCR) sein. Entstehen soll es in der Nähe einer NEST-Forschungsanlage in Dübendorf in der Schweiz, die von der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) betrieben wird.


„Unlike construction projects that use only a single digital building technology, such as 3D-printed houses, the DFAB House brings a range of new digital building technologies together. This allows us to use the advantages of each individual method as well as their synergies, and express them architecturally“, so Professor Matthias Kohler von der ETH.

Für den Bau wird ein Roboter zuständig sein, der eine Art Stahldraht-Grundkonstruktion baut, die als Basis und Verstärkung der Betonwände dienen soll. Das Dach wird im 3D-Drucker vorgefertigt und dann auf das Haus gesetzt.

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Das Haus ist deshalb etwas besonderes, weil erstmals zum größtem Teil auf digitale Konstruktionsmethoden gesetzt wird. Ob sich die Bauart insgesamt durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Aber sicher ist, dass die Digitalisierung auch im Bausektor eine immer größere Rolle spielen wird.

Davon scheint auch Kohler überzeugt: „An increasing number of Swiss companies, such as Erne AG Holzbau, which is the general contractor for the DFAB HOUSE and was previously involved in building the Arch_Tec_Lab at ETH Zurich, want to proactively use the opportunities of digital technologies – something that gives us great pleasure.

Im Sommer 2018 soll das Haus fertiggestellt werden und fortan als Unterkunft und Arbeitsgebäude für Forscher dienen, die das NEST-Projekt besuchen. Für unseren Geschmack wirkt das geplante Gebäude allerdings recht kühl – wir würden uns freuen, wenn in Zukunft moderne Konstruktionsmethoden mit nachhaltigen Gebäuden mit entsprechender Begrünung kombiniert werden könnten.

via ETH Zürich

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