Für einige Krebsarten existiert keine routinemäßige Vorsorge, andere werden trotz Vorsorgeuntersuchungen oft im eher späten Stadium entdeckt. Für viele Patienten hat das fatale Konsequenzen, von langwieriger und anstrengender Therapie bis hin zum Todesurteil. Ein neuer Bluttest namens Galleri gibt Hoffnung, vor allem, weil er gefährliche Tumore frühzeitig ortet, die meist lange unentdeckt bleiben. Der gefürchtete Bauchspeicheldrüsenkrebs ist ebenso darunter wie Eierstockkrebs, Leberkrebs, bestimmte Blutkrebsarten und Speiseröhrenkrebs. In einer groß angelegten Studie zeigte sich eine hohe Treffsicherheit für 12 verschiedene Krebsarten. Der Galleri-Test soll 12 Tumore schon im Frühstadium erkennen Galleri-Test erkennt genetische Spuren von Tumoren im Blut Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht oft über einen langen Zeitraum keine eindeutigen Symptome, eine etablierte Vorsorgeuntersuchung gibt es dafür bislang noch nicht. Auch Eierstockkrebs fällt häufig spät auf, weil Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Völlegefühl einfach zu unspezifisch sind. Der Galleri Test, der zu den innovativen sogenannten Multi-Cancer-Early-Detection-Tests (MCED) gehört, ist für die gezielte Suche nach genetischen Spuren verschiedener Tumore im Blut gemacht. An einer groß angelegten Studie mit rund 143.000 Probanden über einen Zeitraum von drei Jahren erwies er sich als nützlich und treffsicher. Die Untersuchungsteilnehmer waren zwischen 50 und 79 Jahre alt, ein Teil von ihnen nahm zusätzlich zur klassischen Krebsvorsorge jährlich an den Bluttest teil. Viermal so viele Krebsfälle schon in der Früherkennung entdeckt Das Screening beinhaltete die folgenden 12 Tumore: Lungenkrebs, Kolorektalkrebs, Blasenkrebs, Kopf- und Halskrebs, Ösophaguskrebs, Pankreaskrebs, Leberkrebs, Analkrebs, Magenkrebs, Myelome / Plasmazellneoplasien, Lymphome und Eierstockkrebs. Die Zahl der im Stadium IV entdeckten Gewächse sank um 14 Prozent: In dieser Phase hat der Krebs bereits mit Metastasen gestreut. Die Menge der in Stadium I und II entdeckten Tumoren stieg gleichzeitig um 16 Prozent. In der Testgruppe entdeckten die Forscher viermal so viele Krebsfälle schon während der Früherkennung als bei den restlichen Probanden, die nur die etablierte Vorsorge in Anspruch nahmen. Die Zahl der Diagnosen erst nach eintretenden Beschwerden sank um 21 Prozent. Ob der Galleri-Test in Zukunft viele Leben retten wird, muss ich noch zeigen. Einen ersten Hinweis werden die Sterblichkeitsdaten der Studie liefern, die noch ausstehen. Quelle: focus.de Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter
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